29. Juli
Als "hummeldummen Beitrag zum Sommerloch" hat der stellvertretende Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe, Dr. Matthias Zimmer, den Vorschlag der Vorsitzenden der Wirtschafsjunioren Dr. Eva Fischer bezeichnet, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollten sich weiterbilden anstatt Urlaub zu nehmen. Auch sei es geradezu albern zu fordern, dass Arbeitnehmer verpflichtet seien, ihre Attraktivität für die Firma zu steigern. “Frau Fischer hat hier offensichtlich eine falsche Lageeinschätzung und ein verqueres Menschenbild”, so Zimmer. Zur Lageeinschätzung gehöre, dass Firmen heute aus wohl verstandenem Eigeninteresse um die Fort- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter bemüht sein müssten. Dies auf die Mitarbeiter abzuwälzen offenbare ein fragwürdiges Menschenbild und eine merkwürdige Einschätzung, wer in einer Marktwirtschaft Risiken zu tragen habe. Die Aussage “Bildung statt Ballermann” sei überdies in hohem Maße polarisierend; es gehe aber vielmehr darum, so Zimmer, die Voraussetzungen für den Wirtschaftsstandort gemeinsam zu verbessern. Hier habe sich die Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren als ernsthafte Gesprächspartnerin disqualifiziert, so Zimmer abschließend.