Der Sprecher des CDA-Arbeitskreises Banken und Sparkassen, Thorsten Kiwitz, erklärt:
Im Vorfeld der vierten Verhandlungsrunde zwischen ver.di und den Bankarbeitgebern am 6. Juni in Wiesbaden folgten in den vergangenen zwei Wochen bundesweit einige Tausend Beschäftigte in Banken und Sparkassen einem Streikaufruf der Gewerkschaft ver.di. Erst am Montag waren rund 800 Beschäftigte der privaten und öffentlichen Banken in Hannover und Braunschweig in einen ganztägigen Warnstreik getreten. Damit wollten sie ihren Forderungen Nachdruck verleihen. Sie fordern eine angemessene Gehaltserhöhung, die Umsetzung verbindlicher Maßnahmen zum Gesundheitsschutz und einen besseren Schutz von Beraterinnen und Beratern durch ihre Arbeitgeber angesichts verschärfter gesetzlicher Vorschriften. Außerdem plädieren sie für eine Verlängerung bewährter Vorruhestandsregelungen und der Vereinbarung verbindlicher Ausbildungsquoten, sowie für die Übernahme von Azubis.
Der Arbeitskreis Banken und Sparkassen der CDA unterstützt diese Anliegen. Der durch das letzte Arbeitgeberangebot in Aussicht gestellte Reallohnverlust ist durch nichts gerechtfertigt. Angesichts der nach wie vor positiven Geschäftsergebnisse der meisten Institute und der von den Beschäftigten in den vergangenen zwei Jahren gezeigten Lohnzurückhaltung ist dieses Angebot nicht fair. Es unterbietet die Abschlüsse in der privaten Industrie, im öffentlichen Dienst und selbst bei den dem TVöD unterliegenden Sparkassen deutlich. Außerdem würden damit gerade diejenigen abgestraft, die keine Verantwortung für die anhaltende Finanzkrise tragen. Selbst der Bundesfinanzminister – ein Minister, der schon qua Funktion nicht dazu neigt, das Füllhorn auszuschütten – plädiert für deutliche Lohnsteigerungen in Deutschland.
Der Arbeitskreis Banken und Sparkassen fordert die Arbeitgeber daher auf, unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren und ein für viele Tausend Tarifangestellte akzeptables Angebot vorzulegen.

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