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Dienstag 07. of Juli 2009 07/07/09 17:17 Alter: 1246979820

Laumann: "Papst liefert Orientierung"

Zur heute vorgestellten Enzyklika "Caritas in Veritate" von Papst Benedikt XVI. erklärt der Bundesvorsitzende der CDA (CDU-Sozialausschüsse) Karl-Josef Laumann MdL:

Die Sozial-Enzyklika "Caritas in Veritate" von Papst Benedikt XVI. ist ausdrücklich zu begrüßen. Sie kommt zur richtigen Zeit. Der Papst liefert in dieser schwierigen Zeit der Krise ein wichtiges Stück Orientierung für alle, die Verantwortung tragen - ob in der Politik, in der Wirtschaft, in Gewerkschaften oder Verbänden, ob als Finanzanleger oder Verbraucher.

Der Papst betont zu Recht das Ziel, allen Zugang zu Arbeit zu verschaffen. Gerade jetzt in der Krise kommt es auf Beschäftigungssicherung an. Und er hebt einmal mehr die "Würde der Arbeit" hervor, wie es seine Vorgänger auch getan haben. Zur Würde der Arbeit gehört es laut der Enzyklika, dass man die Bedürfnisse seiner Familie durch die Arbeit befriedigen kann. Mit anderen Worten: Von Arbeit muss man also leben können, Lohndumping ist nicht hinzunehmen. Benedikt betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Zusammenschlusses von Arbeitnehmern - also ein klares Plädoyer für die Tarifautonomie.

Der Papst sagt, dass man vom Ertrag seiner Arbeit seine Kinder auch zur Schule schicken können muss, ohne dass sie selbst arbeiten müssen. Damit prangert er den Skandal der Kinderarbeit, heutzutage vor allem in der "Dritten Welt" üblich, an. Es ist gut, dass Benedikt das Schicksal der Schwellen- und Entwicklungsländer in den Fokus rückt, da gerade die Menschen dort von der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise besonders hart getroffen werden.

Das Dokument weist zwar klar auf die Rolle des Staates hin. Besonders eindrucksvoll macht der Papst aber auch die Notwendigkeit der Orientierung des Handelns an ethischen Maßstäben für jeden Einzelnen deutlich. Er nennt unter anderem Unternehmer, Finanzmakler und Konsumenten. Damit ist auch klar, dass ein Wegschieben der Verantwortung für das Soziale auf die Politik oder ein Schwarzer-Peter-Spiel nicht akzeptabel ist. Jeder muss sich auch fragen, was er selbst dazu beitragen kann, dass die Wirtschaftsordnung eine soziale ist. Positiv ist die unmissverständliche Absage an Spekulation und bloße Maximierung kurzfristiger Gewinne.








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