





Der Equal-Pay-Day 2013
Der sogenannte Equal-Pay-Day soll jedes Jahr darauf hinweisen, dass von gleichem Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit für Männer und Frauen immer noch keine Rede sein kann. Der Aktionstag soll diesen Umstand ändern, zumal der nach Meinung des CDA-Kreisvorsitzenden Karl-Heinz Hagedorn bis in die Lebensentwürfe der jungen Frauen hinein Auswirkungen hat. Derzeit werden fast 80 Prozent der Teilzeitberufe von Frauen ausgeübt, was sicherlich dem Wunsch nach mehr Flexibilität im Arbeitsleben Rechnung trägt, aber spätestens bei der Altersversorgung zu erheblichen Problemen für die Betroffenen führt. Die CDA-Bezirksvorsitzende Gabi Cosmo-Aldejohann forderte in ihrem Impulsreferat denn auch ein selbstbewussteres Auftreten von Frauen im Arbeitsleben. Als Sozialrichterin in Münster habe sie immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es gerade den vermeintlich typischen Frauenberufen an einer wirksamen Lobbyarbeit für die eigene Sache fehle. „Im Vergleich zur Kriegsgeneration haben wir modernen Frauen sehr viel erreicht, keine Frage. Aber das ist noch längst nicht in allen Lebensbereichen der Fall“, so ihr Fazit mit Blick auf aktuelle Probleme wie etwa die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hier ist sie sich mit Erika Nadicksbernd, der Kreisvorsitzenden der FU Steinfurt, und Thomas Buß, dem Geschäftsführer einer Zeitarbeitsfirma, einig. Sie werfen in ihren Beiträgen ebenfalls die Frage auf, warum die Lebensleistung von Frauen – vor allem mit Blick auf die Kindererziehung und Pflege von Angehörigen – nicht stärker in der Rente gewichtet wird. Nach der Erfahrung von Buß erleichtert die Zeitarbeit gerade Frauen den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Hier treffen sie aber, so Nadicksbernd, immer wieder auch auf Vorbehalte. „Ob das Kind krank ist oder die Pflege eines nahen Angehörigen ansteht – wir brauchen ein klares Bekenntnis der Gesellschaft für die Verantwortung, die Frauen hier übernehmen“, so auch Sonja Schemmann, Bürgermeisterin von Nordwalde.
Sie kritisierte zudem die Tatsache, dass Frauen im öffentlichen Dienst auch deshalb weniger verdienten, weil Erziehungs- oder Pflegezeiten bei der Eingruppierung keine Rolle spielten. Der enorme Kostendruck auf den Gemeinden führe außerdem dazu, dass das Lohnniveau bei Ausschreibungen zunehmend unter Druck gerate. Das müsse und könne man ändern, etwa durch die Präzisierung der Ausschreibungskriterien für öffentliche Aufträge. Wenn Frauen immer später in die Familienphase einsteigen und sich Mini-Jobs als Benachteiligung gerade für Frauen herausstellen, dann muss die Gesellschaft handeln, so der einhellige Tenor der von Hagedorn im Hotel Stegemann, Saerbeck, moderierten angeregten Diskussionsveranstaltung. Ein Weg kann dabei die Offene Ganztagsschule sein, sofern sie mit der nötigen Flexibilität betrieben wird. Entsprechende Ansätze im Kreis Steinfurt gibt es ja bereits. „Ich freue mich, dass der Equal-Pay-Day inzwischen bekannt ist. Aber ich freue mich noch mehr, wenn wir tatsächlich Bewegung in die Diskussion bekommen und sich die Lohnniveaus weiter angleichen“, so Hagedorn zum Abschluss.
19.03.2013
Eine Veranstaltung zum Equal-Pay-Day 2013
Der sogenannte Equal-Pay-Day soll jedes Jahr darauf hinweisen, dass von gleichem Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit für Männer und Frauen immer noch keine Rede sein kann. Der Unterschied wird derzeit mit ca. 21 % angegeben. Der seit 2008 auch in Deutschland stattfindende Aktionstag markiert den Tag, bis zu dem Frauen länger arbeiten müssen, um das durchschnittliche Vorjahresgehalt von Männern zu verdienen. Ursachen dafür gibt es reichlich und sie müssen abgeschafft werden. Dazu zählen etwa das Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder auch die schlechte Bezahlung in den vermeintlichen Frauenberufen. Umso wichtiger ist es, das Bewusstsein für das Thema in der Wirtschaft, in der Berufswelt und in der Politik zu schärfen.
Aus Anlass des Equal-Pay-Days 2013 lädt der CDA-Kreisverband Steinfurt am 21. März 2013 alle Interessierten in das Hotel Stegemann, Westladbergen 71, Saerbeck, ab 19 Uhr zu einer Podiumsveranstaltung ein. Auf Einladung des CDA-Kreisvorsitzenden Karl-Heinz Hagedorn haben Sonja Schemmann, Bürgermeisterin in Nordwalde, Gabriele Comos-Aldejohann, Sozialrichterin in Münster, Erika Nadicksbernd, Vorsitzende des FU Kreisverbandes Steinfurt und Thomas Buß, Geschäftsführer der Job Find 4 You GmbH, ihre Teilnahme zugesagt.
16.03.2013

Vielfältigste Aufgaben werden von den Mitarbeitenden der erst 1996 gegründeten Evangelischen Jugendhilfe Münsterland zum Wohle von Kinder, Jugendlichen und Familie wahrgenommen. Und die Zukunftsthemen sind bereits jetzt fest im Blick. Günter Gromotka, Stellv. Vorsitzender des CDA-Kreisvorstandes, war denn auch wie die übrigen Teilnehmer beeindruckt von dem engagierten Vortrag, den Geschäftsführer Gerd Dworok und Verwaltungsleiter Gregor Krabbe für die Mitglieder des CDA-Kreisvorstandes in der Geschäftsstelle in Steinfurt vorbereitet hatten. „Die Jugendhilfe hat sich unbestreitbar ein großes Know-how angeeignet. Sie bündelt eine Vielzahl von Lebensentwürfen und Berufswegen und stärkt so das soziale Gemeinschaftsgefüge in der Region,“ so Gromotka. Schließlich erreiche die Ev. Jugendhilfe heute das gesamte Münsterland und arbeite eng mit den Jugendämtern, den Städten und Gemeinden, den Kommunalverbänden, dem Land Nordrhein-Westfalen und den zuständigen Bundesstellen zusammen. „Diese Arbeit“, das ist Gerd Dworok wichtig, „wird nicht mit Mitteln aus der Kirchensteuer finanziert.“ Deshalb freue er sich auch über jede Spende und Unterstützung, die den Träger erreicht. „Unsere Kernkompetenz liegt in der Erziehungshilfe“, so Gregor Krabbe, „und unsere Stärke sind die engmaschigen Netzwerke, die wir im Münsterland über die Jahre aufgebaut haben.“ Kein Wunder, dass rund 1,5 Mio. Kilometer zusammenkommen, die die Mitarbeiter der Ev. Jugendhilfe Münsterland pro Jahr im Dienst des Trägers zurücklegen. So ist man in 27 Städten und Gemeinden mit eigenen Standorten vertreten. Dazu zählen nicht nur 8 Kindertagesstätten oder 25 stationären Wohngruppen, sondern auch inzwischen 200 Pflegefamilien sowie bereits 12 Offene Ganzangebote an Grundschulen.
Auch sensibelste Bereiche wie die Inobhutnahme wurden angesprochen. „Zur Zeit haben wir eine ungewöhnliche hohe Anzahl von kleinen Kindern in der Betreuung“, so Gerd Dworok ergänzend. „Je genauer wir hinschauen, desto mehr sehen wir. Und das tut manchmal richtig weh, wenn wir die Berichte unsere Mitarbeiter bekommen.“
Das Durchschnittsalter der etwa 690 Beschäftigten beträgt 41 Jahre. Wie die CDA-Vertreter auf Nachfrage bestätigt bekamen, ist die Erziehungshilfe weiblich: 75 Prozent der Mitarbeiter sind Frauen, was sich auch im hohen Anteil der Teilzeitbeschäftigten (67 Prozent) widerspiegelt. Gerade die dadurch gegebene Flexibilität erleichtere aber auch den Auftrag der Ev. Jugendhilfe, so Krabbe mit Blick auf das Aufgabenspektrum, das er grob in die familienbegleitende und die familienersetzende Hilfe zu unterteilen weis. Dass das Angebot angenommen wird, zeigen eindrucksvoll die Fallzahlen. Gleichwohl befindet sich der Träger in einem Wandlungsprozess. Es gilt auf die Veränderungen in der Gesellschaft durch passgenaue Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien zu reagieren. Die Ev. Jugendhilfe Münsterland kann hier Antworten geben und Orientierung bieten. Und das tut sie sehr gut, so das einhellige Votum der Teilnehmer.
25.02.2013
Hat unsere Rentenversicherung das Wort „Versicherung“ noch verdient?
Glaubt man den Statistiken, so sind die Rentenkassen in Deutschland derzeit noch gut gefüllt. Der Rentenversicherungsbeitrag für das Kalenderjahr 2013 ist gesunken. Gleichzeitig freuen wir uns in Deutschland über eine gute Wirtschaftslage, mit der wir im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn hervorragend dastehen. Der weitgehend stabile Arbeitsmarkt bietet auch jungen Leuten viele Chancen. Gleichzeitig müssen wir aber die Frage stellen, ob diese Entwicklung nicht irgendwann umschlägt. In der Folge des demographischen Wandels müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass einerseits immer mehr Menschen rentenberechtigt sein werden, und andererseits immer weniger Menschen für diese Renten aufkommen können. Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit ist ein erster Schritt, um das Rentensystem zu stabilisieren. Das ändert jedoch nichts daran, dass hier Politik und Gesellschaft vor großen Herausforderungen stehen, da sich die Menschen Sorgen machen: um ihre eigene Zukunft und um die ihrer Kinder. Längst ist klar, dass das bestehende System von Grund auf reformiert werden muss.
Vor diesem Hintergrund referiert Joachim Förstertling, Direktor und Mitglied der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Westfalen, am 27. Februar 2013 auf Einladung des CDA-Kreisverbandes Steinfurt über die Zukunftsperspektiven des deutschen Rentensystems. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung in der Gaststätte „Brügge“, Münsterstraße 201, Ibbenbüren, teilzunehmen. Beginn ist 19.30 Uhr.
02.07.2012
„Lohndumping in Drogerien ist nicht in Ordnung
Die CDA im Kreis Steinfurt warnt auch mit Blick auf die Schlecker-Pleite vor Lohndumping durch den Missbrauch von Werkverträgen.
„Beispielsweise sind die Beschäftigten, die in Drogerien oder Supermärkten Regale auffüllen, oft nicht dort angestellt. Sie arbeiten für Dienstleister, mit denen die Unternehmen Werkverträge abschließen. Leider ist das oft die neue Masche, Löhne zu drücken. Das ist weder in Ordnung noch sozial“, kritisiert der Kreisvorsitzende Karl-Heinz Hagedorn
Werkverträge sind in der Wirtschaft verbreitet. Sie ermöglichen Arbeitsteilung: Betriebe vergeben einzelne Aufgaben, so genannte Gewerke, an spezialisierte Dienstleister. Die erstellen die Gewerke mit eigenem Personal und eigenem Arbeitsablauf. Der DGB beklagt, in einigen Branchen würden tariflich entlohnte Stamm-Jobs durch dieses „Outsourcing“ verdrängt. Dazu kommen die bekannten Probleme der Kettenverträge: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hangeln sich von einer Befristung zur Nächsten. Und: Die Beschäftigten der Dienstleister verdienen meist weniger als Stammkräfte, obwohl sie wie die reguläre Belegschaft in die Arbeitsabläufe der Auftraggeber eingebunden sind. Dann dienen Werkverträge aber dazu, unerlaubte Leiharbeit oder Scheinselbständigkeit zu tarnen. Der hohe Wettbewerbsdruck tut ein Übriges, dass immer mehr Betriebe zu dubiosen Praktiken greifen – zu Ungunsten der betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
Die CDA fordert deshalb strengere Kontrollen und ein höheres Problembewusstsein bei den beauftragenden Unternehmen. „Wir wollen, dass Beschäftigte anständig bezahlt und sozial gut abgesichert werden. Wer Werkverträge missbraucht, um Löhne zu drücken, der schadet unserer sozialen Marktwirtschaft“, kritisiert Hagedorn mit Nachdruck.
12.06.2012
CDA Kreisverband Steinfurt fordert: Kinder weltweit vor Ausbeutung schützen
Der CDA-Kreisverband Steinfurt fordert anlässlich des Welttags gegen Kinderarbeit am Dienstag (12. Juni) einen besseren Schutz von Kindern vor Ausbeutung. Mehr als 200 Millionen Heranwachsende weltweit verrichten nach Schätzungen der UN-Organisation ILO Kinderarbeit. „Kinder sollen nicht arbeiten, sondern spielen und lernen. Es ist niederschmetternd, dass in vielen Teilen der Erde selbst die Jüngsten täglich schuften“, erklärt der CDA-Kreisvorsitzende Karl-Heinz Hagedorn mit Nachdruck.
Hagedorn hofft auf mehr Engagement – auch hierzulande: „Die Politik muss bei internationalen Handelsabkommen auf die Ächtung von Kinderarbeit pochen. Hersteller und Handel müssen darauf achten, dass in ihren Waren über die ganze Lieferkette hinweg keine Kinderarbeit steckt. Und wir Verbraucher sollten aufpassen, dass wir nichts kaufen, was durch Kinderarbeit entstanden ist.“ Viel zu oft entscheiden die Menschen nur nach dem Preis. Dabei stammen nachweislich selbst viele der Grabsteine auf unseren Friedhöfen aus indischen Steinbrüchen, die ihren Marktanteil allzu oft der Kinderarbeit verdanken.
Kinderarbeit ist zwar in den meisten Ländern verboten, vor allem in Afrika und Asien aber trotzdem verbreitet. Häufig ruinieren die Heranwachsenden aus wirtschaftlicher Not ihre Gesundheit und sind von Bildung abgeschnitten. Schon die Jüngsten gehen zur Arbeit statt zur Schule: Laut ILO arbeiten 92 Millionen Kinder im Alter von fünf bis zwölf, jedes zehnte Kind der Altersgruppe weltweit. Die Folgen sind auch deshalb so verheerend, da diese Kinder von Anfang an keine Chance hatten. So lange Kinderarbeit nicht wirksam geächtet ist, wird sich daran nichts ändern.
Die Kreis-CDA unterstützt deshalb die Kampagne „Schule statt Steinbruch“ des CDA-Bundesverbandes. Die CDA will ein Zeichen setzen und hilft einer von Misereor getragenen Schule in Indien mit Spendengeldern. Dort erhalten die Kinder eine Schulbildung, die zuvor in Steinbrüchen harte körperliche Arbeit geleistet haben. Alles Wissenswerte zu der Aktion findet sich im Internet unter
23.04.2012

Erfolgreiche Mitgliederwerbung: CDA-Kreisverband Steinfurt belegt den zweiten Platz im NRW-Vergleich
„Gute Arbeit zahlt sich aus, und zwar in mehrfacher Hinsicht“, so der zufriedene CDA-Kreisvorsitzende Karl-Heinz Hagedorn nach der Verleihung der Urkunde. Wie wichtig das ist, zeigte auch die 27. Landestagung der CDA Nordrhein-Westfalen, zu der knapp 200 Delegierte nach Soest kamen. Die Landestagung bot den Delegierten ein überaus abwechslungsreiches und spannendes Programm, bei dem der Leitantrag zum Thema Demographischer Wandel beinahe zur Nebensache wurde. Als Gastredner konnte die CDA in diesem Jahr Persönlichkeiten wie den NRW-Landtagspräsidenten Eckhard Uhlenberg, den Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff MdL, und den Präsidenten der EUCDA, Elmar Brok MdEP, begrüßen. Der Redebeitrag des CDA-Bundesvorsitzenden Karl-Josef Laumann MdL bildete den Auftakt für den eigentlichen Höhepunkt: die Rede des CDU-Spitzenkandidaten für die NRW-Landtagswahlen am 13.05.2012, den Bundesumweltminister und Landesvorsitzenden der CDU NRW, Dr. Norbert Röttgen MdB. In einer ebenso kämpferischen wie kurzweiligen Rede stimmte Röttgen die CDA-Delegierten auf den Landtagswahlkampf ein. Wer Verantwortung für künftige Generationen ernst nimmt, darf diesen keine Schulden aufbürden. Wer sich zur Schöpfung bekennt, darf die Natur nicht grenzenlos ausbeuten. Und wer Politik als Chance und Gestaltungsauftrag begreift, muss den Menschen Wege und Alternativen aufzeigen. Leerformeln und Wohlfühlfloskeln gefährden den demokratischen Konsens, so das Fazit von Röttgen mit Blick auf die politische Konkurrenz. Von den Delegierten gab es dafür stehenden Applaus, zumal sich Röttgen auch CDA-Kernthemen wie der Frage einer gerechten Arbeitswelt, der Teilhabe von Behinderten oder der Frage einer zukunftsfähigen Energieversorgung gewidmet hatte.
26.03.2012
Ein Blick in die Statistiken zeigt es: trotz aller Anstrengungen in der Vergangenheit und den unbestreitbaren Fortschritten auf dem Arbeitsmarkt ist die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit immer noch hoch aktuell. Unsere Gesellschaft zahlt einen hohen Preis dafür, dass Frauen durchschnittlich 23 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Der Equal-Pay-Day soll darauf aufmerksam machen, dass Frauen nicht nur weniger verdienen, sondern auch schlechtere Aufstiegschancen haben, während sie die Hauptlast von Familie, Kindererziehung und Pflege von Angehörigen tragen. Aus diesem Anlass veranstaltete der CDA-Kreisverband Steinfurt in Zusammenarbeit mit der CDU-Ostbevern eine Podiumsdiskussion, um über die ganze Bandbreite der Problematik Equal Pay zu informieren. Diese reichen von der geschlechtsspezifischen Berufswahl und den Veränderungen im Unterhaltsrecht über den Wiedereinstieg nach der Familienphase bis zur Renten-Frage. Karl Schiewerling MdB, sozialpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, wies in seinen facettenreichen Eröffnungsvortrag auf die bestehende Gesetzeslage hin, die immer noch nicht vollständig Anwendung finde. „Für mich stellt sich die Frage“, so Schiewerling, „wie weit die Politik in das Leben der Menschen eingreifen darf.“ Angesichts des geschlechtsspezifischen Gefälles bei Löhnen und Karrierechancen besteht für ihn wie auch die Podiumsteilnehmer und –teilnehmerinnen dringender Handlungsbedarf: unsere Gesellschaft kann es sich nicht leisten, die sich verändernden Bedürfnisse und Wünsche berufstätiger Frauen und Mütter zu ignorieren. Erste Ansätze in der Kinderbetreuung und in den Unternehmenskulturen können nicht darüber hinwegtäuschen, so übereinstimmend Heinz Pfeiffer (IG Metall Rheine) und Anni Lütke-Brinkhaus (Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Steinfurt), dass hier deutlich mehr in Sachen Familienfreundlichkeit geht. Für Heike Weiß, sozialpolitische Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion, geht es dabei nicht nur um die Gleichberechtigung bei der Stellenbesetzung, sondern auch um Fragen der Rente, wenn Frauen für ihre Familie – ob nun in der Kinderphase oder für die Pflege von Angehörigen – im Beruf zurückstehen. Selbst wer gut ausgebildet ist und sich immer wieder vor die Wahl Familie oder Beruf gestellt sieht bzw. im Alter mit niedrigeren Renten draufzahlt, wird sich – so der einhellige Tenor – wohl kaum für Kinder entscheiden. Das Wissen um die Zusammenhänge allein reicht jedoch nicht. Nun sind innovative Ideen und konkrete Konzepte gefragt, mit denen sich die Unternehmen der Herausforderung stellen. „Nur so können die Unternehmen im Wettbewerb um die gut ausgebildeten und hoch qualifizierten weiblichen Arbeitskräfte bestehen“, so der CDA-Kreisvorsitzende Karl-Heinz Hagedorn in seinem Abschlussstatement.
17.03.2012
Kennen Sie eine Frau, die ein Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern führt? Oder eine, die mehr verdient als ihr Mann? Es fällt schwer, diese Fragen positiv zu beantworten. Denn noch immer gibt es viel zu wenige Frauen in Führungspositionen und noch immer besteht eine deutliche Kluft zwischen den Arbeitsentgelten von Männern und Frauen.
Unter dem Motto „Gleicher Lohn für alle – wo stehen wir heute?“ lädt der CDA-Kreisverband Steinfurt in Kooperation mit der CDU Ostbevern zu einer Veranstaltung anlässlich des Equal Pay Day ein. Der Tag der Lohngleichheit wurde dieses Jahr am 2. März zum zweiten Mal begangen. Mit diesem Tag soll auf das geschlechtsspezifische Gefälle von Löhnen zwischen Männern und Frauen aufmerksam gemacht werden. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit gehört zu den Grundprinzipien der Europäischen Union und wurde bereits 1957 im Vertrag von Rom festgeschrieben.
Hauptredner wird der sozialpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Karl Schiewerling sein. An der sich anschließenden Podiumsdiskussion nehmen teil: Anni Lütke-Brinkhaus, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Steinfurt; Claudia Niedermeier, Rechtsanwältin; Heinz Pfeffer, Erster Bevollmächtigter IG Metall Rheine; Karl Schiewerling, MdB und Heike Weiß, sozialpolitische Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion Steinfurt.
Die Veranstaltung findet am Freitag, 23. März 2012 um 19.00 Uhr am Flughafen Münster-Osnabrück, Airportallee 1, 48268 Greven, Konferenzraum 1-3, statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.
26.01.2012
Getragen vom Willen zur Gerechtigkeit
Aus Anlass und zu Ehren von Bischof Wilhelm Emanuel von Ketteler eröffnet die Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) im Kreis Steinfurt das neue Jahr am Sonntag, 29. Januar, um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der St.-Georg-Pfarrkirche in Hopsten. Bischof von Ketteler , am 25. Dezember 1811 in Münster geboren und in St-.Lamberti getauft, war zunächst Kaplan in Beckum, ehe er von 1847 bis 1849 die Pfarrstelle in Hopsten antrat, von wo er auch als Abgeordneter in die Frankfurter Paulskirchen-Versammlung entsandt wurde. Die Jahre als „Bauernpriester“ haben sein Leben und Wirken bis zu seinem Tod am 13. Juli 1877 nachhaltig geprägt. Das zeigt sich besonders an der Sozialen Frage, deren Reichweite er als einer der ersten in der neu entstehenden Industriegesellschaft erkannte und die ihn unter dem Einfluss von Joseph Görres und Adolph Kolping zur Formulierung der Katholischen Soziallehre veranlasste. Ob als Bischof von Mainz (ab 1855), als Mitglied des Reichstages (1871/72) oder als Mitbegründer der Zentrumspartei (gemeinsam mit Ludwig Windthorst und Karl Friedrich von Savigny) – Bischof Wilhelm von Ketteler ist eine der herausragenden Persönlichkeiten im Deutschland des 19. Jahrhundert.
Nach dem Gottesdienst findet ab 11 Uhr in der Aula des Schulzentrums in Hopsten, Am Schulplatz 2, ein Festakt statt. Es spricht PD Dr. Hermann-Josef Große Kracht, am Institut für Theologie und Sozialethik der TU Darmstadt tätig, zum Thema „Getragen vom Willen zur Gerechtigkeit“. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.
15.11.2011
CDA-Initiative erfolgreich.
Vorsitzender Karl-Heinz Hagedorn fordert zügige Umsetzung
„Wir haben mit dem Kompromiss zum Mindestlohn unsere beiden wichtigsten Ziele erreicht.“, so der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) im Kreisverband Steinfurt, Karl-Heinz Hagedorn zur aktuellen Berichterstattung vom CDU-Bundesparteitag in Leipzig.
Es soll nun eine allgemein verbindliche Lohnuntergrenze eingeführt werden und eine Kommission der Tarifpartner hat dafür klare Orientierungsmarken über die Lohnhöhe vorgegeben bekommen.
Diese sind nämlich die bereits bestehenden Branchenmindestlöhne z.B. von der Pflege bis zum Bau, auf die der CDU-Vorschlag Bezug nimmt.
„Mit Beträgen, die im Wesentlichen über 8,-- Euro liegen, wird die Lohnuntergrenze mindestens auf dem Niveau der von uns ursprünglich als Orientierung favorisierten Zeitarbeit sein“, so Hagedorn.
Entscheidend ist nun, so Vorsitzender Hagedorn, dass dieser Beschluss zügig umgesetzt wird. Dafür müssen nun Bundestag und Bundesregierung die Voraussetzungen schaffen.
Die heimische CDA setzt dabei auf ihren Landesvorsitzenden und parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales Dr. Ralf Brauksiepe MdB und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen.
19.04.2011
Die Mitgliederversammlung des CDA-Kreisverbandes Steinfurt hatte sich für ihre gut besuchte turnusmäßige Sitzung viel vorgenommen. Die umfangreiche Tagungsordnung sah neben den Vorstandswahlen und den Wahlen der Delegierten für die anstehenden Tagungen auf Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundesebene auch die Auszeichnung langjähriger Mitglieder vor. In Vertretung für den Bundesvorsitzenden Karl-Josef Laumann würdigte Karl-Heinz Hagedorn, CDA-Kreisvorsitzender, das Engagement von Hans Lange (Saerbeck) und Josef Surma (Emsdetten), die sich seit über 50 Jahren in vorbildlicher Weise für die CDA einsetzen. Ein solcher Einsatz zeige die Tradition und die Verbundenheit der CDA mit den Menschen im Kreis Steinfurt, so Hagedorn. In ihren Grußworten berichteten der Stellv. Landrat Bernhard Hembrock und der Bundestagsabgeordnete Dieter Jasper im Anschluss über die aktuellen Arbeiten im Kreistag bzw. am Deutschen Bundestag und gaben so ein interessantes Stimmungsbild zur politischen Lage. Sodann informierte Sven Volmering, Stellv. CDU-NRW-Landesvorsitzender, anschaulich über die neuesten Entwicklungen in Düsseldorf. Angesichts der Rechenkünste im Finanzministerium und überraschend auftauchender Steuermilliarden mahnte Volmering einen verantwortlicheren Umgang mit dem demokratischen Instrumentarium an. Angesichts der wirtschaftlichen Erholung in NRW und der erfreulichen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt täte die Landesregierung gut daran, nicht mutwillig mit dem Vertrauen der Wählerinnen und Wähler zu jonglieren. Als Lehrer könne er nicht verstehen, warum die Schulen nun wieder mit bürokratischem Ballast beladen würden, statt beispielsweise die bestehende Lehrerausbildung auf Lücken hin zu überprüfen. Überhaupt sei die Landesregierung bislang nicht in der Lage gewesen, ein eigenes Konzept für NRW zu erarbeiten, das mehr biete, als die Politik der Vorgängerregierung zurückzudrehen. Den gelungenen Abend rundeten die Wahlergebnisse ab: Karl-Heinz Hagedorn (Mettingen) wurde als CDA-Kreisvorsitzender bestätigt. Das gilt auch für seine beiden Stellvertreter Günter Gromotka (Ochtrup) und Heinz Thalmann (Rheine) sowie für Hagen Libeau (Steinfurt) als Schriftführer. Neuer Pressereferent ist Martin Schwarz (Lengerich).