Der CDA-Bundesvorsitzende Karl-Josef Laumann hat sich dafür stark gemacht, die "Rente mit 67" stärker sozial zu flankieren. Für diejenigen, die nicht bis zum 67. Lebensjahr voll arbeiten können, müssten neue Angebote geschaffen werden - aber nicht neue Vorruhestandsregelungen. Die würden vorzugsweise von Großunternehmen auf Kosten der Steuer- und Beitragszahler genutzt.
Daher setzt Laumann auf andere Modelle: "Wir sollten dafür sorgen, dass ein gleitender Übergang in den Ruhestand zum Beispiel durch die Nutzung von Teilrenten zum Alltag in unseren Betrieben wird", sagte Laumann bei einer Veranstaltung des Sozialverbandes VdK in Nordrhein-Westfalen.
Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister bekräftigte seine Forderung nach einer Anhebung des Schonvermögens beim Arbeitslosengeld II auf 700 Euro pro Lebensjahr (maximal 45.500 Euro). Das sei ein weiterer Beitrag zur Vermeidung von Altersarmut. Damit lasse sich eine private Zusatzrente von über 200 Euro erzielen.
Erneut warb Laumann dafür, die frühere Rente nach Mindesteinkommen wieder einzuführen. "Mein Ziel ist es, dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, im Alter eine Rente oberhalb der Armutsgrenze haben", so der CDA-Vorsitzende.