Peter Weiß, der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat an den Christlichen Gewerkschaftsbund (CGB) appelliert, "die Lehre vom gerechten Lohn, wie sie Päpste seit Leo XIII. wiederholt anmahnten", umzusetzen. Die CGB-Tarifverträge im Bereich Zeitarbeit werfen nach Ansicht des Sozialpolitikers die Frage auf, ob das noch etwas mit gerechtem Lohn zu tun habe. Es falle doch auf, dass man sich im Bereich der Zeitarbeit bei Tarifverhandlungen gegenseitig im Lohn unterbiete. Peter Weiß: "Man würde genau das Gegenteil erwarten. Ich frage mich: Müsste nicht eigentlich der Zeitarbeiter mehr verdienen als der fest angestellte Mitarbeiter? Der Zeitarbeiter setzt sich ja einem ganz besonderen Stress aus."
Der Chef der Arbeitnehmergruppe ergänzte: Wenn der CGB dem "Christlich" in seinem Namen auch in Zukunft die Ehre erweisen wolle, sollte er aufhören, sich als billiger Jakob zu verkaufen.
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