Wenige Tage nach der Einigung über die Grundrente traf die Arbeitnehmergruppe zum Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen. Bei der Runde im Bundeskanzleramt herrschte Einigkeit, dass die Vereinbarung neben den Verbesserungen für langjährig Versicherte mit geringen Rentenansprüchen auch weitere Verbesserungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bietet.

Uwe Schummer, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe, hob besonders die Verdoppelung des steuerlichen Freibetrages bei der Mitarbeiterkapitalbeteiligung hervor. Hierfür habe die Arbeitnehmergruppe lange gekämpft.

Die Bundeskanzlerin richtete den Blick auf die für März 2020 zu erwartenden Vorschläge der Rentenkommission der Bundesregierung. Die Gestaltung der Alterssicherung für die Zeit ab 2030 sei eine große Herausforderung, und die Beantwortung dieser Zukunftsfrage dürfe man nicht den Neinsagern überlassen.

Weiteres wichtiges Gesprächsthema war die sich abzeichnende Abkühlung des konjunkturellen Klimas, die insbesondere die Autoindustrie zu treffen droht. Bundeskanzlerin und Arbeitnehmergruppe hoben die Entschlossenheit hervor, dass die in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 bewährten Instrumente wie etwa ein erweitertes Kurzarbeitergeld und Weiterbildungsangebote zu passender Zeit zum Einsatz gebracht werden.

Der Bundeskanzlerin war es ein persönliches Anliegen, auch das Thema „Pflege“ anzusprechen. Pflegebedürftige ältere Menschen in ihren noch vorhandenen Kompetenzen zu fördern sei ein humanitäres Gebot, hier rechne sich aber auch jeder eingesetzte Euro.

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