Im Rahmen eines Gesprächs mit der Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, informierte sich die Arbeitnehmergruppe über die Lage an der polnisch-belarussischen Grenze. Gemeinsam fordern Arbeitnehmergruppenchef Axel Knoerig und DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt, den Zugang zu Flüchtlingen an der polnisch-weißrussischen Grenze für humanitäre Hilfe zu ermöglichen.

Im Rahmen eines Gesprächs mit der Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, informierte sich die Arbeitnehmergruppe über die Lage an der polnisch-belarussischen Grenze. Die DRK-Präsidentin bezeichnete als vordringliches Ziel die Möglichkeit des Zugangs zu den Migrationswilligen im Grenzgebiet, um humanitäre Hilfe leisten können. Sie ging von aktuell 4000 bis 5000 Personen im Grenzbereich aus. Im Vergleich zu anderen Migrationswellen sei der Anteil von Frauen und Kindern höher. Die Lage für die Menschen sei äußerst kritisch. Es seien schon mindestens zehn Tote durch Mangelernährung und Kälte zu beklagen. Auf Regierungsebene müssten alle Möglichkeiten von Gesprächen zur Überwindung der humanitären Notlage ausgeschöpft werden, wie es Bundeskanzlerin Angela Merkel getan hatte. Die Hilfskapazitäten seien im Fall des Zugangs gewährleistet, darauf sei man – auch in Kooperation mit der Polnischen Roten Kreuz - vorbereitet.

Axel Knoerig, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe, verurteilte das schamlose Vorgehen des weißrussischen Machthabers Lukaschenko. Er verwies auf den Antrag der CDU/CSU-Bundestagsfraktion „Migration ordnen, steuern und begrenzen – Neue Pullfaktoren verhindern – Lukaschenko stoppen“, in dem dargelegt wurde, wie dem menschenverachtenden Instrumentalisieren von Migrationswilligen durch den Diktator zu begegnen ist. Die humanitären Aspekte von Migration und konkrete Hilfen für Migrant/inn/en seien für christliche Demokraten dabei immer auch Teil der politischen Betrachtung. Die Arbeitnehmergruppe unterstützt mit Nachdruck die Forderung nach einem Zugang von Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz zu den Migrationswilligen und die Suche nach einer humanitären Lösung, ohne sich von Lukaschenko erpressen zu lassen. Axel Knoerig forderte hierzu auch mehr Einsatz auf europäischer Ebene. Knoerig: „Es ist das denkbar schlimmste Signal für Europa als Wertegemeinschaft, wenn an der Außengrenze Menschen verhungern und erfrieren.“

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