Die CDA begrüßt, dass endlich wieder über Rente gesprochen wird. 15 Jahre nach den Riester-Reformen ist es Zeit, Bilanz zu ziehen. Dabei zeigt sich, der Abgesang auf die gesetzliche Rentenversicherung war ungerechtfertigt. Das Rentenniveau und die Beitragssätze haben sich deutlich besser entwickelt als erwartet. Die geförderte private Vorsorge hingegen ist hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Bundesvorsitzende der CDA Deutschlands, Karl-Josef Laumann, dazu:

Wir brauchen ein verlässliches Rentenniveau für die Zeit nach 2030.

"Nur 16 Millionen Riester-Verträge wurden abgeschlossen – und in jeden fünften Vertrag wird nicht mehr eingezahlt. Das ist enttäuschend und zeigt, die gesetzliche Rentenversicherung ist und bleibt die wichtigste Säule der Altersvorsorge! Wir müssen sie gerade für die jüngeren Generationen stärken und verlässlich machen. Dazu gehört, dass für die Zeit nach 2030 ein Mindestrentenniveau gesetzlich festgeschrieben werden muss. Ohne das geht es nicht!"

Wir brauchen eine verpflichtende Betriebsrente.

"Die Riester-Rente hat nicht die erwünschten Erfolge gebracht. Aber für eine lebensstandardsichernde Alterssicherung braucht es eine tragfähige zweite, kapitalgedeckte Säule. Sie muss genauso wie die gesetzliche Rente verpflichtend für alle sein. Am besten und kostengünstigsten kann man die kapitalgedeckte Vorsorge in der Betriebsrente organisieren. Die Betriebsrente muss verpflichtend werden. Auch private Zusatzvorsorge muss attraktiver werden. Dazu braucht es ein einfaches, transparentes und staatlich geprüften Standardprodukt, wie es mit der Deutschlandrente vorgeschlagen wurde."

Wir brauchen eine bessere Erwerbsminderungsrente.

"Rund eine Millionen Menschen sind im Alter auf Grundsicherung angewiesen, jeder Zweite aufgrund von Erwerbminderung. Wir dürfen nicht zulassen, dass Krankheit arm macht. Wer heute wirklich nicht mehr arbeiten kann, muss die gleichen Abschläge auf seine Rente hinnehmen, wie ein Frührentner. Das ist ungerecht! Ich fordere die Abschaffung der Abschläge bei Erwerbsminderung."

Wir brauchen eine Pflichtversicherung für Selbstständige.

"Wenn heute ein 50-jähriger Selbstständiger insolvent geht, ist für ihn Altersarmut quasi vorprogrammiert. Es sind vor allem Menschen, die nie in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, die derzeit Grundsicherung im Alter beantragen. Wir müssen Selbstständige besser in unser Alterssicherungssystem einbeziehen. Sie brauchen eine verpflichtende pfändungssichere Altersvorsorge!"

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag