Die Verhandlungen um die Ausgestaltung der Grundrente scheinen festgefahren zu sein. Das CDA-Modell der Plus-Rente mit vereinfachter Bedarfsprüfung liegt weiterhin auf dem Tisch, aber die SPD besteht auf ihr Modell einer Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung. CDA-Bundesvorsitzender Karl-Josef Laumann und CSA-Landesvorsitzender Volker Ulrich machen nun Druck.

Im Gespräch mit Fokus-Online macht CDU-Sozialpolitiker Karl-Josef Laumann deutlich: „Wenn man einen Niedriglohnbereich hat, muss man die Rentenprobleme, die sich daraus ergeben, auch lösen.“ Es sei eine absolute Schande, dass an diesem Thema seit von der Leyens Zeiten herumgehampelt würde. Das könne kein, aber auch wirklich gar kein Bürger verstehen. "Die Leute sagen sich: ,Ich habe sehr lange gearbeitet und bekomme nicht mehr als jemand, der das nicht getan hat.‘ Das ist ein Problem.“

Für die Betroffenen ist das eine Katastrophe, und das zerstört auch das Vertrauen in Politik.

Auch CSA-Chef Volker Ulrich zeigt sich gegenüber Fokus-Online unzufrieden. „Die CSA erwartet, dass dieses wichtige politische Vorhaben nach der Sommerpause umgesetzt wird“. Lebensleistung müsse in der Rente Anerkennung finden! Die CSA wirbt daher gemeinsam mit der CDA für einen Kompromiss bei der Bedürftigkeitsprüfung. Ein kompletter Verzicht auf jegliche Prüfung sieht der Koalitionsvertrag nicht vor. Aber Ulrich wirbt bei Fokus-Online:

Ein Kompromiss bei der Bedürfnisprüfung ist auch darstellbar, wenn kleine Vermögen nicht angerechnet und nur Einkommen berücksichtigt werden, die glaubhaft gemacht werden müssen.

Hier geht es zum Artikel bei Fokus-Online.

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