Das Europäische Parlament hat die Stärkung der Jugendgarantie beschlossen. Die seit dem Jahr 2013 bestehende Jugendgarantie konnte bereits beachtliche Erfolge erzielen. Sie hat u.a. dazu beitragen, dass jedes Jahr rund 3,5 Millionen junge Europäer ein Praktikum- oder Stellenangebot annehmen konnten und hat nahezu 2,3 Millionen Menschen aus der Arbeitslosigkeit geholfen.

Außerdem konnte die Jugendarbeitslosigkeit in der letzten Legislaturperiode um zehn Prozent gesenkt und wichtige Reformen in den Mitgliedsstaaten angestoßen werden. Das Parlament hat heute deshalb beschlossen, diese erfolgreiche Initiative für die Jugend zu verlängern und zusätzlich zu stärken. So wird die Jugendgarantie in Zukunft anstatt in Form einer Empfehlung, Verbindlichkeiten für die Mitgliedsstaaten beinhalten sowie einheitliche Qualitätsstandards und eine Konkretisierung der Regelung von Praktika eingeführt werden. Für die nächsten sieben Jahre soll zudem das zur Verfügung stehende Budget noch einmal erhöht werden.

Der stellvertretende Bundesvorsitzende Dennis Radtke MdEP begrüßt die Stärkung der Jugendgarantie.

Von der Jugendgarantie werden junge Europäer nun noch mehr als zuvor bei ihrem Start in das Berufsleben profitieren und es wird verhindert, dass sie auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt werden.

„Durch die Corona-Pandemie ist der Arbeitsmarkt noch mehr unter Druck als zuvor, deshalb kommt diese Einigung gerade zur rechten Zeit. Wir werden auch in Krisenzeiten niemanden zurücklassen“, so Radtke, der als EVP-Koordinator des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten die Einigung gerade auch mit Blick auf die aktuelle Lage ausdrücklich befürwortet. „Unbezahlte Praktika oder Stellen ohne Sozialleistungen für Studenten und Berufseinsteiger - dem wird jetzt nun endlich ein Riegel vorgeschoben!“

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