Am 19. März ist der diesjährige Equal Pay Day, der weltweite Aktionstag für gleiche Lohnchancen für Frauen und Männer. Wie immer zeigt die CDA am Equal Pay Day Flagge für Entgeltgerechtigkeit zwischen den Geschlechtern.

Immer noch verdienen Frauen im Schnitt fast 22 Prozent weniger als Männer. Das heißt im Klartext: Frauen haben durchschnittlich mehr als ein Fünftel weniger im Geldbeutel als ihre Kollegen.

Die Ursachen sind vielfältig. Eine davon ist die schlechte Bezahlung von Berufen, die typischerweise Frauen ergreifen. Außerdem gibt es viele Branchen mit attraktiven und gut bezahlten Berufen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind oder sogar fehlen.

Frauen arbeiten überproportional häufig in Dienstleistungsberufen, in Erziehung, in Kranken- und Altenpflege. Der Frauenanteil in diesen Arbeitsbereichen liegt bei 80 bis 90 Prozent. Diese Jobs haben eines gemeinsam: Sie werden oft relativ gering bezahlt. In den im Schnitt besser bezahlten Handwerksberufen sind Frauen hingegen weit unterrepräsentiert. Besonders auffällig wird die Diskrepanz aber, schaut man sich typische akademische Berufsfelder an, beispielsweise im Bereich Informatik und Naturwissenschaften. Hier beträgt der Anteil der weiblichen Beschäftigten ein Drittel oder weniger. Diese gut bezahlten und mit viel Sozialprestige behafteten Berufsbilder nehmen Mädchen und jungen Frauen bei der Berufswahl oft nicht in den Blick. Das hat mit Rollenklischees, aber auch mit fehlendem Selbstbewusstsein zu tun.

Der Equal Pay Day 2016 will Frauen ermutigen, neue und attraktive Berufsfelder für sich zu erobern und für ihre Arbeit mehr einzufordern. Als Ziele werden zum Beispiel genannt: die Aufwertung der Arbeit in Pflege, Betreuung und frühkindlicher Bildung; eine Erhöhung des Frauenanteils in technikaffinen Berufen; eine Ausweitung der Berufsfelder, die Mädchen und jungen Frauen anstreben.

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