Mehr als 200.000 Menschen aus der Ukraine sind bisher nach Deutschland geflüchtet. Darunter viele Frauen, Senioren und Kinder. Die CDA Deutschlands fordert eine koordinierte Aufnahme der Geflüchteten und spricht sich für mehr Schutz von Frauen und Kindern aus.

Wir erleben, dass sehr viele Menschen Flüchtlinge privat bei sich unterbringen. Die große Solidarität zeigt die christliche Nächstenliebe, die tief in unserer Gesellschaft verwurzelt ist. Leider nutzen vereinzelt Kriminelle die Notlage der Geflüchteten aus. Statt Schutz, droht hier Frauen und Kindern erneutes Leid. Als CDA fordern wir daher eine zentrales Schutzregister bei der Aufnahme der Geflüchteten, um sie vor Ausbeutung zu schützen. In Polen funktioniert das bereits gut. Dort wird unbürokratisch gemeldet, wer wo unterkommt und wo wer unterkommt.

Mit Blick auf die Integration der Geflüchteten braucht es jetzt schnell eine geordnete Betreuung der Kinder. Zudem sollen schnell Perspektiven für die Erwachsenen geschaffen werden, um in Deutschland einen Beruf aufzunehmen. Kinder brauchen einen geregelten Alltag, mit möglichst Schulunterricht oder einer Betreuung im Kindergarten. Ein solches Angebot wird für die Kommunen nicht leicht sein, aber es ist nötig. Und es wird auch den Müttern helfen. Viele der flüchtenden Frauen sind gut ausgebildet, haben Berufe und standen bis vor wenigen Wochen mitten im Erwerbsleben. Diese Frauen brauchen eine Perspektive, ihren Beruf ausüben zu können. Damit das gelingen kann, müssen jetzt die Voraussetzungen geschaffen werden. Sei es bei der Anerkennung der Abschlüsse, dem Spracherwerb oder der Vermittlung von Arbeit.

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