Ein Erlebnis der besonderen Art, bildete am Wochenende den Auftakt zur 4. Bundesvorstandssitzung der Jungen CDA. Dank der Organisation der Jungen CDA NRW konnte der Vorstand hautnah die Dimensionen des Hambacher Tagebaus erleben.

Die hoch aufragenden Grubenwände, bestehend aus gelblich-grauen Löss, Kies und Sand, bildeten eine eindrucksvolle Kulisse. In mitten des Ganzen gab es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, mit dem stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden zu sprechen. Neben den technischen und wirtschaftlichen Aspekten des Kohleabbaus im Rheinischen Revier, ging es dabei auch um die Frage, wie es für die Beschäftigten weitergeht. Der Kohleausstieg ist beschlossene Sache. Unternehmen und Beschäftigte brauchen jetzt vor allem Planungssicherheit, um die erforderlichen Schritte umzusetzen. Die Politik ist daher aufgefordert, ein verlässliches Ausstiegsdatum zu benennen.
Für viele Beschäftigte, vor allem für jüngere Beschäftigte, stellt sich die Frage, wie es für sie weiter gehen wird. Der Strukturwandel trifft aktuell viele gut bezahlte, tarifgebundene Industriearbeitsplätze - zu Recht haben viele die Sorge, dass diese Arbeitsplätze am Ende wegfallen. Es macht für den Einzelnen vor allem auf dem Lohnzettel einen großen Unterschied, ob er im Tagebau, oder im Logistikhub eines Paketzustellers arbeitet.

Das Thema der Umsetzung des Strukturwandels beschäftigt den Bundesvorstand der Jungen CDA schon länger. Bereits im Juni stand das Thema in der Sitzung in Leipzig auf der Tagesordnung. Der Besuch im Tagebau war für die Bundesvorstandsmitglieder eine ideale Ergänzung und Fortsetzung der inhaltlichen Auseinandersetzung.

Erschreckend waren die Berichte der Übergriffe extremistischer Gruppen auf Mitarbeiter von RWE. Die Angestellten dort sorgen dafür, dass Strom im Land fließt und gehen tagtäglich ihrer Arbeit nach - unbegreifbar, dass das ausreicht, um das Ziel solcher Übergriffe zu werden.
Friedlicher Protest ist ein hohes Gut und ist auch am Tagebau möglich, Gewalt hat in einer politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung keinen Platz!

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