Matthias Zimmer war zu Gast bei der Jungen CDA. Im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe "Was heißt christlich-sozial heute?" versucht die Junge CDA anhand der christlich-sozialen Idee den Blick aus der Vergangenheit in die Zukunft zu richten.

Im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe "Was heißt christlich-sozial heute?" versucht die Junge CDA anhand der christlich-sozialen Idee den Blick aus der Vergangenheit in die Zukunft zu richten. Diese Herangehensweise ist nicht zuletzt auch aus dem Buch "Person und Ordnung" von Matthias Zimmer bekannt. Dieses befasst sich mit den Wurzeln und den aktuellen Fragestellungen eines besonders populären Aspektes der deutschen Gesellschaftspolitik, nämlich der Sozialen Marktwirtschaft.

Für die Junge CDA war das die Gelegenheit, Fragen nach unserem Wohlstand und unserer Art zu leben in ein aktuelles Licht zu rücken. Gerade in diesen Zeiten erfahren wir, wie elementar dies ist. Doch wie stark sind diese Fragen mit unserer Art des Wirtschaftens verbunden und wie sind sie damit in Einklang zu bringen?

Der Sozialen Marktwirtschaft verdanken wir den Aufschwung nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und Jahrzehnte wirtschaftlicher Prosperität. Nach der Wiedervereinigung zeigte sich erneut die Relevanz dieser Wirtschaftsordnung. Aber welche Antworten bietet sie gerade jetzt für die Bewältigung der Corona-Krise? Die Soziale Marktwirtschaft kann ohne die christliche Soziallehre nicht gedacht werden, sie und der Ordoliberalismus bilden die beiden konstituierenden Wurzeln.

Den roten Faden des Gesprächs bildete die Rolle des zugrundeliegenden Menschenbildes, das einen wichtigen Platz in der unserer Wirtschaftsordnung einnimmt. Nämlich die Auffassung, dass der Mensch nicht im Materiellen aufgeht. In der Diskussion mit den Mitgliedern der JDCA wurde aber auch deutlich, dass die Soziale Marktwirtschaft insbesondere für die Herausforderungen der Digitalisierung, der Globalisierung und unserer Arbeitswelt einen Handlungsauftrag formuliert. Es geht um nichts Geringeres als die Sinnhorizonte und den Gestaltungswillen jedes Einzelnen.

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