Seit dem 30. Juni 2017 regiert in Nordrhein-Westfalen eine schwarz-gelbe Koalition. Ein Schlüsselressort besetzt der CDA-Bundesvorsitzende Karl-Josef Laumann. Als Arbeits-, Gesundheits- und Sozialminister sorgt er dafür, dass die Regierung im größten Bundesland eine klar christlich-soziale Handschrift hat. Die SO! zieht eine erste Bilanz.

Eine Eingewöhnungszeit hat Karl-Josef Laumann nicht gebraucht. Schließlich kannte er sein altes Büro noch aus seiner Zeit als Minister unter Jürgen Rüttgers. Deshalb ist er voller Elan wieder gestartet. Als andere Minister noch ihre Häuser kennengelernt haben, hat er sein Ministerbüro und die Abteilungen des Ministeriums bereits unter Volldampf gesetzt. Zeit verlieren wollte er nicht. Einiges ist seitdem geschehen.

Jeder Mensch hat Würde und Wert

Das Arbeitsministerium hat ein Ausbildungsprogramm auf den Weg gebracht: Dadurch werden jährlich 1.000 junge Menschen, die bisher keine Perspektive hatten, einen neu geschaffenen Ausbildungsplatz erhalten. Dazu werden jährlich bis zu 12 Millionen Euro investiert. Ein wichtiges Signal in die Gesellschaft, dass jeder eine Chance verdient hat. Damit bereits im schulischen Kontext die richtigen Weichen gestellt werden, fließen pro Jahr 48 Millionen Euro in das Projekt „Soziale Arbeit an Schulen“. Dadurch sollen die Bildungschancen von Schülern aus ärmeren Familien verbessert werden. Als Unterhändler der CDU hat Laumann in den Koalitionsverhandlungen im Bund ebenfalls für mehr Teilhabe am Arbeitsmarkt gestritten – mit großem Erfolg: Zusammen mit seiner Arbeitsgruppe hat er vier Milliarden Euro mehr für Arbeitslose durchgefochten. Mittel, die auch das Landesarbeitsministerium jetzt gezielt einsetzen will.

Ausbildung im Fokus

Für den Vorsitzenden der CDA ist auch die enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften selbstverständlich. Darum hat er den Ausbildungskonsens, ein breites Bündnis von Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik, wieder aufleben lassen und die Weichen gestellt, um das Gremium in Richtung eines Fachkräftekonsenses weiterzuentwickeln.

Gute Versorgung für alle

Der Mensch im Mittelpunkt muss auch in der medizinischen Versorgung stehen. Nicht allein Kosteneffizienz, sondern auch gute Erreichbarkeit muss wesentlicher Bestandteil christlich-sozialer Politik sein. Mit dem Vorstoß zu einer Landarztquote hat Laumann als Gesundheitsminister einen deutschlandweit beachteten Versuch unternommen, endlich auch in der medizinischen Ausbildung die tatsächlichen Bedarfe einzubeziehen. Ab dem Wintersemester 2019 werden durch die Landarztquote bis zu 10 Prozent der Medizinstudienplätze vorrangig an Studenten vergeben, die sich für bis zu zehn Jahre zur Tätigkeit als Hausarzt in unterversorgten Gebieten verpflichten.

Der Kampf um gute Pflege

Gute Pflege ist nicht erst seit dem Wahlkampf ganz oben auf der Liste bei Karl-Josef Laumann. Als Pflegebeauftragter der Bundesregierung hat er maßgeblich an der großen Pflegereform der Regierung Merkel mitgewirkt. Das Land NRW bereitet jetzt die Einrichtung eines Fonds vor, der eine solide finanzielle Grundlage für eine hochwertige Berufsausbildung in der Pflege legt. Außerdem wird die Ausbildungsfinanzierung in der Altenpflege gestärkt. Dafür soll die monatliche Schulkostenpauschale deutlich erhöht werden. „Karl-Josef Laumann ist das soziale Gewissen der CDU Deutschlands. Er wird sicherstellen, dass in Nordrhein-Westfalen wieder eine nachhaltige und erfolgreiche Sozial- und Arbeitsmarktpolitik Einzug erhält “, sagte Ministerpräsident Laschet, als er Laumann im vergangenen Jahr in sein Team holte. Die Bilanz zeigt: Er hat recht behalten.

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