Vergangenen Freitag hat sich unser CDA-Bundesvorstand mit der Initiative Liefern am Limit ausgetauscht. Sarah Jochmann erzählte uns von den unsäglichen Zuständen in der Lieferbranche. In Köln haben die Kuriere des Essenslieferanten „Deliveroo“ im Februar 2018 einen Betriebsrat gegründet. Allerdings entschied sich das Unternehmen bei keinem der fünf Betriebsräte den Arbeitsvertrag zu verlängern, als diese ausliefen. Die ehemaligen Betriebsräte haben daraufhin die Initiative „Liefern am Limit“ gegründet, die sich für bessere Arbeitsbedingungen in der Essens-Lieferbranche einsetzt.

Unser Bundesvorsitzende Karl-Josef Laumann sagte dazu:

Die Zustände bei den Lieferdiensten in Deutschland sind katastrophal! Die Gründung eines Betriebsrates darf nicht mit Repressalien und Nachteilen verbunden sein.

Unsere Mitbestimmungsregeln gelten auch für die digitale Arbeitswelt. Start-Ups die wachsen und erfolgreich sind, müssen lernen ihre Angestellten mitzunehmen. Tischkicker und Feierabendbier ersetzen keinen Betriebsrat. Es geht letztlich um den Lebensunterhalt der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Mit Sorge betrachte ich, dass Betriebsratsgründungen in der Start-Up Szene als etwas Negatives aufgefasst werden. Gründungskultur ja, aber nicht auf Kosten der Angestellten. Damit die Digitalisierung der Arbeitswelt Erfolg hat, darf die Plattformökonomie sich der Mitbestimmung nicht entziehen.

Die Initiatoren von „Liefern am Limit“ setzen ein starkes Zeichen für die Mitbestimmungskultur in Deutschland. Sie kämpfen für die vielen Angestellten, denen Steine in den Weg gelegt werden bei der Betriebsratsgründung. Die CDA unterstützt diesen Einsatz."

Wir setzen uns für einen besseren gesetzlichen Schutz bei der Gründung von Betriebsräten ein.

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