Mit Spannung wurde der neue Vorschlag der Mindestlohnkommission erwaretet. Mitten in der Krise, hat die paritätisch besetzte Mindestlohkommission eine neue Lohnuntergrenze beschlossen.

Konkret soll der Mindestlohn laut der Empfehlung zunächst zum 1. Januar 2021 um 15 Cent auf 9,50 Euro steigen. Zum 1. Juli 2021 soll eine zweite Anhebung auf 9,60 Euro folgen, zum 1. Januar 2022 eine dritte auf 9,82 Euro. Die vierte Stufe sieht zum 1. Juli 2022 eine Anhebung auf 10,45 Euro vor.

Die CDA hat auf dem CDU-Parteitag 2019 einen Beschluss erwirkt, dass der Mindestlohn besser werden soll. Die Kommission soll künftig stärker vorhandene Spielräume ausnutzen und sich nicht nur strikt an den Tariferhöhungen orientieren. Dafür hätte es keine Kommission gebraucht. Mit dem nun vorgeschlagenen Mindestlohn ist die Kommission zwar von dieser Praxis abgewichen, jedoch schützt der neue Mindestlohn weiterhin nicht vor Armut im Alter. Laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales würde erst ein Mindestlohn über 13 Euro ausreichen, um eine Rente über der Grundsicherung zu erhalten.

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