Die Welt ist schnelllebiger und unberechenbarer geworden. So fühlt es sich für viele Menschen in Deutschland durch ständige technische Neuerungen, virtuelle Hetzkampagnen und besorgniserregende weltpolitische Entwicklungen zumindest an. In der 32. Ausgabe der Königswinterer Notizen plädiert Peter Tauber für die Notwendigkeit einer gesellschaftlichen und politischen (Rück-)Besinnung auf demokratische und christliche Werte.

[…] Der deutsche Konservatismus lohnt einer kurzen Betrachtung: Die Konservativen müssen sich eingestehen, dass sie Hitler zur Macht verholfen haben. Sie können bestenfalls darauf verweisen, dass sie es waren, die den effektivsten Widerstand am 20. Juli 1944 organisiert haben. Diese historische Ambivalenz des Konservatismus lässt sich nicht auflösen. So ist es nicht verwunderlich, dass derzeit Teile der deutschen Konservativen diese unselige Allianz mit Nationalisten, mit Rechtsextremen und den neuen Nazis erneuern und dabei sind, ihren historischen Fehler zu wiederholen.

Die CDU muss erkennen, dass sie nur einem Teil des deutschen Konservatismus eine Heimat sein kann.

Offenkundig hat sie das bis dato nicht verstanden. Das ist tragisch und muss sich ändern. Die Äußerungen des CSU-Vorsitzenden zeigen aber, dass er das Problem verstanden hat.

Die Menschen im Land sehnen sich nach politischer Führung. Weil viele in der CDU sich ihrer eigenen Geschichte nicht bewusst sind, können wir das an Führung nicht mehr liefern, was derzeit gefordert ist. Es geht eben nicht um die Frage, ob die Union ihre Koordinaten verschoben hat. Dieser Vorwurf hält einer genaueren Betrachtung nicht stand. Wer führt und eine Position vertritt, der akzeptiert, dass er nicht alle vertreten oder erreichen kann. Wir werben deshalb nicht um Wählerinnen und Wähler mit einem klaren rechtsextremen Weltbild. Wir können sie höchstens überzeugen, dass ihr Weltbild falsch und böse ist. […]

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