Kristy Augustin (42) ist seit 2014 Mitglied im brandenburgischen Landtag. Dort ist sie die Vorsitzende des Aus-schusses für Bildung, Jugend und Sport. Seit 2015 ist sie die Landesvorsitzende der Frauen Union Brandenburg.


Wie sind Sie CDA-Mitglied geworden?
Durch den Austausch mit CDA-Mitgliedern habe ich schnell festgestellt, dass meine Themen und Positionen bestens in dieser Vereinigung aufgehoben sind. Den Mitgliedsantrag hab ich dann 2013 auf einem Parteitag der CDU ausgefüllt.

Was verbinden Sie mit christlich- sozialer Politik?
Christlich-soziale Politik ist für mich das Herzstück der CDU. Sie macht die Union stark in sozialen Themen, und die betreffen nun mal alle Menschen. Wir Christlich-Sozialen leiten unsere Positionen und Forderungen vom christlichen Menschenbild ab. Wir fördern, wo Bedarf ist und fordern, um stärker zu werden.

In Brandenburg regiert die CDU seit 2019 zusammen mit SPD und Grünen. Welche sozialpolitischen Akzente konnte die CDU-Fraktion bisher setzen?
Die CDU hat den Pakt für Pflege in den Koalitionsvertrag geschrieben. Er bietet flächendeckend in ganz Brandenburg Unterstützung: Von der Tagespflege bis zu Angeboten für die Seniorinnen und Senioren. Mit dem Landesseniorenbeauftragten haben wir das Thema Vereinsamung gezielt aufgegriffen. Das war uns als CDU-Landtagsfraktion sehr wichtig.

Die Corona-Pandemie trifft Kinder und Jugendliche besonders. Wie haben Sie in Brandenburg darauf reagiert?
Wir haben zum Beispiel zusätzliche Angebote in den Sommerferien geschaffen, die auch pädagogische Unterstützung boten. Darauf soll jetzt aufgebaut werden. Und wir sind im engen Austausch mit dem Landessportbund, um den Kindern den Wiedereinstig in das Sport- und Vereinsleben zu erleichtern. Bei einem Familiengipfel wollen wir nun mit den Familien ins Gespräch kommen und Erfahrungen austauschen.

Die alte Landesregierung hat mit einem gescheiterten Paritätsgesetz versucht, mehr Mandate für Frauen im Landtag zu erzwingen. Wie wollen Sie als Landesvorsitzende der Frauen Union mehr Frauen in die Politik bringen?
Das Ziel mehr Frauen in Parlamente und kommunale Vertretungen zu bringen, bleibt weiterhin bestehen. Ich sehe das auch als eine selbstverständliche Aufgabe einer Volkspartei an, hier zu handeln. Im Landtag haben wir als CDU den Blick auf die Bedingungen und Hintergründe gelegt. Auch daran wird weitergearbeitet.

Wie lautet ihr Lebensmotto?
Verliere nie den Boden unter den Füßen und versuche auch bei Schwierigkeiten immer das Positive zu sehen.

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