Laut Presseberichten sieht ein neuer Gesetzesentwurf des Bundesgesundheitsministerium zusätzliche Entlastungen für Pflegeheimbewohner vor. Dabei ist eine schrittweise Absenkung der Eigenbeteiligung in Pflegeheimen vorgesehen. Die Idee geht maßgeblich auf ein Konzept der CDA zurück.

Umsetzung des CDA-Konzepts
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat seinen Plan zur Entlastung der Pflegeheimbewohner überarbeitet. Der neue Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums sieht vor die Eigenbeteiligung bei den Pflegekosten schrittweise zu reduzieren: Im zweiten Jahr des Heimaufhalts um 25 Prozent, im dritten Jahr um 50 Prozent und ab dem vierten Jahr dauerhaft um 75 Prozent. Das entspricht Forderungen der CDA, die sich für eine stärkere Entlastung der Heimbewohner eingesetzt hatte.

Kostenexplosion in Pflegeheimen
In den Pflegeheimen sind die Kosten in den vergangen Jahren drastisch gestiegen. Die Eigenbeteiligung liegt im Bundesschnitt bei 2068 Euro im Monat. Davon entfallen 831 Euro für die reinen Pflegekosten, 779 auf Unterkunft und Verpflegung sowie 458 Euro auf Erhalt und Modernisierung der Heime.

Neuer Plan, neue Entlastung
Im Vergleich zur bisher geplanten Deckelung der Eigenbeteiligung auf 700 Euro entspricht der neue Entwurf einer deutlichen Entlastung der Heimbewohner. Bereits im zweiten Jahr würden die Pflegekosten um 208 auf 623 Euro sinken, im dritten Jahr um 416 auf 415 Euro und ab dem vierten Jahr um 624 auf 207 Euro. Zusätzlich sollen Bewohner bei Erhalt und Modernisierung der Heime entlastet werden durch einen Länderzuschuss von 100 Euro im Monat.

Das Konzept der CDA ist hier einsehbar: https://www.cda-bund.de/data/pdf/2020/09/21/2-5f68673b25977.pdf

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