Der Wahlkampf in Brandenburg und Sachsen ist vorbei. Die Ergebnisse für die CDU sind gemischt. In Sachsen konnte trotz deutlicher Verluste der Spitzenplatz behauptet und die AfD auf Abstand gehalten werden. Die CDU in Brandenburg musste ebenfalls starke Verluste hinnehmen hat aber die Option auf eine Regierungsbeteiligung. Bestimmt wurde der Wahlkampf in beiden Ländern vom Ringen mit der AfD. Die Sorge war groß, dass die AfD einen Erdrutschsieg davon tragen könnte.

Für Karl-Josef Laumann war es daher eine klare Sache, als die jweiligen CDA-Landesvorsitzenden ihn um Unterstützung im Wahlkampf fragten: Anstatt Urlaub zu machen, nahm er sich vier Tage Zeit und reiste 500 Kilometer Richtung Osten. In vielen Wahlkreisen ging es für die CDU um jede Stimme – denn oft lieferten sie sich ein Kopf an Kopf Rennen gegen die AfD.

Über 1.200 Kilometer führte die Wahlkampftour vom Landkreis Potsdam-Mittelmark bis ins tiefe Erzgebirge und die Region um Görlitz. Im Mittelpunkt stand dabei stets die Sozial- und Gesundheitspolitik. Egal ob beim Austausch mit Betriebsräten, beim Pflege-Dialog oder beim Grillabend, Karl-Josef Laumann wollte erfahren, wo den Leuten der Schuh drückt.

Erster Stop: Königs Wusterhausen. Gemeinsam mit CDU-Spitzenkandidat Ingo Senftleben sowie dem örtlichen Kandidaten Christian Schroeder wurde auf der Straße debattiert. Ein Podium gab es nicht, die Stühle standen auf einem öffentlichen Platz im Kreis – und einer blieb frei. Jeder Besucher konnte sich so vorübergehend dazu setzen und seine Anliegen direkt mit den Politikern diskutieren. Die Digitalisierung der Arbeitswelt, das Ärgernis Bürokratie für kleine Handwerksbetriebe, die Situation für pflegende Angehörige: Die Themen waren so unterschiedlich wie die Zuhörer.

Zweiter Stop: Bad Belzig, Brück, Beelitz, Treuenbrietzen. Der Wahlkreis von Anja Schmollack, der CDA Landesvorsitzenden in Brandenburg, ist weitläufig und geprägt von kleinen Dörfern. Beim Besuch einer Rehaklinik und eines Mehrgenerationenhauses wurden Karl-Josef Laumanns Erfahrungen als NRW-Gesundheitsminister geschätzt. Die beiden Bundesländer ähneln sich mehr als man denkt: Die Unterschiede zwischen dem ländlichen Raum und den Städten bringen sozialpolitische Probleme mit sich – an deren Lösung beide fieberhaft arbeiten. Ein besonders schöner Termin war die Besichtigung eines lokalen BäckerBetriebes. Der Geschäftsführer erläuterte seine Philosophie: Gute Löhne, hochwertige Zutaten aus der Region, nur moderate Expansion, keine Beteiligung an Preiskämpfen um öffentliche Aufträge. Der CDA-Bundesvorsitzende war begeistert: „Die Brötchen kosten vielleicht ein paar Pfennig mehr, aber vom Lehrling über den Bäckermeister bis hin zum Lieferant und der Verkäuferin, alle profitieren davon.“

An Tag drei und vier ging es nach Sachsen. Hier regiert seit der Wiedervereinigung ununterbrochen die CDU. In Umfragen lag sie nur knapp vor der AfD. Ministerpräsident Michael Kretschmer war über Wochen im Land unterwegs und hat für die CDU geworben. Karl-Josef Laumann hat sich der Tour angeschlossen und die Kandidaten im Erzgebirge und in der Oberlausitz vor Ort unterstützt. Begleitet von CDAVize Alexander Kraus, der hier seinen Bundestags wahlkreis hat, und den CDU-Landtagskandidaten, Jörger Markert, Falk Haude und Erich Dietrich, ging es von der offenen Bürgersprechstunde bis zum Betriebsrätetreffen quer durch das Erzgebirge.
Ein Thema begleitete die gesamte Tour: die Pflegepolitik. Viele der anwesenden Bürger bewegte der hohe Eigenanteil an den Pflegekosten, die zu schlechte Bezahlung der Pflegekräfte sowie die Angst vor der Altersarmut.

Karl-Josef Laumann nahm sich viel Zeit, um über die Reformen der Pflegeversicherung aufzuklären. Die Pflegepolitik stand auch in der Region um Görlitz – dem letzten Stop der Tour – im Mittelpunkt. CDA-Landtagskandidat Matthias Reuter hatte zum Pflege-Frühstück eingeladen. Im Anschluss wurde gemeinsam ein Pflegeheim besucht.

Nach vier Tagen Wahlkampf zog KarlJosef Laumann ein optimistisches Fazit: „Ob im Westen oder im Osten, Politiker müssen sich um die Anliegen der Menschen kümmern. Wenn die CDU die Partei der Kümmerer bleibt, werden wir auch die AfD im Osten wieder zurückdrängen.“

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag