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Peter Weiß: Die Betriebsrente wird attraktiver

Freitag, 02. Juni 2017

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz wurde am 31. Mai 2017  im Deutschen Bundestag in 2./3. Lesung beraten.  Hierzu erklärt der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe Peter Weiß:

„Die weiterentwickelte Betriebsrente ist ein attraktives Angebot an diejenigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die bisher noch gezögert haben, ihre Alterssicherung auf eine weitere Säule zu stellen. Die betriebliche Altersversorgung (BAV) wird sowohl für Arbeitnehmer wie für Unternehmen deutlich interessanter. Wir wollen damit erreichen, dass der Anteil der Arbeitnehmer mit BAV-Anspruch von heute knapp 60 Prozent deutlich auf über 80 Prozent zu steigern, möglichst auf 90 Prozent.

Macht der Beschäftigte von seinem Anspruch auf Entgeltumwandlung Gebrauch, so erhält er vom Arbeitgeber künftig immer 15 Prozent des umgewandelten Betrages aus dessen eigener Ersparnis bei den Sozialversicherungsbeiträgen für seine betriebliche Alterssicherung. Dieser obligatorische Zuschuss übersteigt deutlich die auf die späteren Betriebsrentenzahlungen fälligen Beiträge des Betriebsrentners zur Kranken- und Pflegeversicherung, die für viele Beschäftigte ein Hindernis für den Abschluss einer Betriebsrente waren.

Mit dem Gesetz zielen wir besonders auf Personen mit niedrigem Einkommen, die in der BAV deutlich unterrepräsentiert sind. So können Arbeitgeber für Geringverdiener einen staatlich geförderten Beitrag von bis zu 480 Euro jährlich zu ihrer Betriebsrente gewähren. 30 Prozent des Beitrags können mit der vom Arbeitgeber abzuführenden Lohnsteuer verrechnet werden. Die Gehaltsgrenze für diese Förderung wird gegenüber dem Regierungsentwurf um 200 Euro auf 2200 Euro angehoben.

Ein Novum ist im deutschen Sozialrecht, dass freiwillige Zusatzrenten bis zu einer Höhe von 202 Euro monatlich nicht auf Grundsicherungsleistungen angerechnet werden. Damit kann die Betriebsrente gerade bei Kleinrentnern zur ersten Adresse für eine zusätzliche Altersabsicherung werden.

Da die Betriebsrente in kleinen und mittleren Unternehmen mit einer tendenziell auch geringeren Tarifbindung nicht so verbreitet ist wie in Großunternehmen und wir hier einen Schub brauchen, haben wir uns außerdem erfolgreich dafür eingesetzt, dass auch nicht tarifgebundene Unternehmen für ihre Beschäftigten jetzt zu vergleichbaren Bedingungen und Konditionen Zugang zum neuen Sozialpartnermodell erhalten.“

Hier finden Sie mehr Informationen zum neuen Betriebsrentenstärkungsgesetz.