Treffen der CDA Landesverbände - CDA besucht Grenzanlagen

Freitag, 06. Oktober 2017

Teilnehmer des Traditionstreffens wandeln auf den Spuren des einst geteilten Doppeldorfs Zicherie-Böckwitz

Quelle Presseartikel von Daniela König in der Gifhorner Rundschau - Link zum Artikel

Wie war das Leben für die Einwohner, als die Mauer das Doppeldorf Zicherie-Böckwitz in West und Ost teilte? Und was erlebten sie unmittelbar nach der dortigen Grenzöffnung am 18. November 1989? Um diesen Fragen nachzugehen, machten sich die Landesverbände Sachsen-Anhalt, Thüringen, Braunschweig und Hannover der Christlich-demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) zum Tag der deutschen Einheit ein eigenes Bild vom sachsen-anhaltinischen Böckwitz und dem niedersächsischen Zicherie. Mit Gifhorns Ex-Bürgermeister Manfred Birth und dem einstigen Bundesgrenzschützer und Gifhorner CDA-Kreisvorsitzenden Horst Ganz hatten die knapp 25 Teilnehmer Zeitzeugen an ihrer Seite.

 

„Mit der Grenze war Zicherie praktisch tot, die Menschen wanderten ab. Alles, was man brauchte, gab es nur in Böckwitz“, berichtete Ingrid Schumann, während die Teilnehmer einen Rundgang durch ihr landwirtschaftliches Museum in Böckwitz machten. Auch die bewegte Geschichte des Journalisten Kurt Lichtenstein, der 1961 beim Übertritt der noch unbefestigten Grenze erschossen wurde und damit der erste Mauer-Tote war, beeindruckte die Gruppe.

 

„Ich war gleich um 6 Uhr früh da, als die Grenze geöffnet wurde. Die Leute kriegten sich gar nicht mehr ein, als sie den ersten Trabi angefahren sahen“, berichtet Ex-Bürgermeister Manfred Birth. Er erinnert sich noch genau, wie er die 100 D-Mark Begrüßungsgelder verteilte.

An einer alten Selbstschuss-Grenzanlage samt Kolonnenweg, Sperrgraben und Beobachtungsturm in der Nähe erörterte Horst Ganz die Entwicklung der DDR-Sperranlagen.