1946

Die CDA wird im Kolpinghaus Herne als CDU-Sozialausschüsse gegründet. Erster Vorsitzender wird Jakob Kaiser.

1951

Die Montan-Mitbestimmung tritt in Kraft. Die Selbstverwaltung in der Sozialversicherung wird gesetzlich verankert. Karl Arnold entwickelt einen „Vier-Pfennig-Plan“, mit dem er die Diskussion über den Investivlohn eröffnet. Der Kündigungsschutz wird Gesetz.

1952

Die Betriebsverfassung wird Gesetz. Der Bundestag beschließt die Errichtung einer Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und die Arbeitslosenversicherung.

1957

Mit der großen Rentenreform wird die dynamische Rente eingeführt. Dabei werden die Rentenleistungen an die Lohnsteigerungen gekoppelt.

1967

Die CDA verabschiedet auf ihrer Bundestagung die „Offenburger Erklärung“. Darin fordert sie eine „offene und solidarische Gesellschaft“, in deren Mittelpunkt der Mensch steht: „Der Mensch ist wichtiger als die Sache.“

1968/69

Der CDA-Bundesvorsitzende Hans Katzer setzt als Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung das Arbeitsförderungsgesetz, die gesetzliche Lohnfortzahlung für Arbeiter im Krankheitsfall und das Berufsbildungsgesetz durch.

1977

Die „Europäische Union Christlich-Demokratischer Arbeitnehmer“ (EUCDA) wird in Brüssel gegründet. Erster
Präsident wird Hans Katzer.

1989

Der Arbeits- und Sozialminister und ehemalige CDA-Bundesvorsitzende, Norbert Blüm, setzt den gesetzlichen Anspruch auf Pflegeurlaub und Pflegegeld für die häusliche Pflege in Kraft. Das Volk stürzt die SED-Diktatur in der
DDR. Der Abrüstungs- und Verteidigungsminister und spätere CDA-Vorsitzende Rainer Eppelmann sorgt dafür,
dass aus Kasernen der NVA die ersten Arbeits- und Sozialämter werden. CDA-Chef Ulf Fink und der sachsen-anhaltinische Arbeitsminister Werner Schreiber fordern in Bonn einen „Aufbau-Pakt zwischen Bund, Ländern, Kommunen, Wirtschaft und Gewerkschaften“.

1992

Nach einem parteiübergreifenden Rentenkonsens werden erstmals häusliche Pflegeleistungen im Rentenrecht anerkannt. Die CDA startet ihre Durchsetzungskampagne „Pflegeversicherung jetzt!“

1993

Der von der CDA erstmals geforderte Aufbaupakt zur Gestaltung der sozialen Einheit Deutschlands nimmt
im Rahmen der Solidarpaktgespräche Gestalt an.

1995

Die soziale Pflegeversicherung tritt in Kraft.

2008

Auf ihrem Bundesausschuss beschließt die CDA die „Hannoveraner Leitsätze“. Die CDA-Kampagne „kind.gerecht.“ gegen ausbeuterische Kinderarbeit startet. Partnerin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel.

2011

Die CDA startet die Kampagne „Weil Arbeit WERTvoll ist…“ zur Einführung einer Lohnuntergrenze. Herzstück ist ein Antrag an den CDU-Bundesparteitag in Leipzig. Nach einer fulminanten Parteitags-Rede von Karl-Josef Laumann stimmt eine große Mehrheit dem Textvorschlag des CDU-Bundesvorstands zu, der auf dem CDA-Antrag
beruht. Erstmals spricht sich die Union darin für eine Lohnuntergrenze aus.

2015

Der gesetzliche Mindestlohn tritt in Kraft. Die CDA beschließt auf ihrer Bundestagung unter dem Motto „Nachhaltig christlich-sozial“ in Berlin ein neues Grundsatzprogramm.

1945

Das „Büro Albers“ öffnet in Köln. Es wird zur Anlaufstelle für die ehemaligen christlichen Gewerkschafter und zum Koordinationsbüro für die Gründung der Union. Leo Schwering und Johannes Albers veröffentlichen mit dem „Ruf zur Sammlung des deutschen Volkes“ die erste programmatische Aussage der Union. Darin fordern sie einen „wahren christlichen Sozialismus“. Johannes Albers startet mit einem Rundschreiben an christliche Gewerkschafter die Sammlung des „gesamten christlichen Werkvolkes auf gemeinsamer politischer Plattform“.