Die CDA Krefeld setzt sich für den Erhalt der rund 1200 Stellen im Krefelder Werk der finni- schen Firma Outokumpu ein. Ebenso kritisiert die Christlich-Demokratische Arbeitnehmer- schaft (CDA) die Pläne, Auszubildende nicht zu übernehmen sowie die Tariferhöhung und das tarifliche Weihnachtsgeld 2021 nicht zu bezahlen.

„Erst letzten Monat hat die Europäische Kommission die längst überfälligen Antidumping- zölle auf warmgewalztes Edelstahl aus Indonesien, Taiwan und China verhängt und sorgt damit endlich dafür, dass in Europa wieder gerechte Wettbewerbsbedingungen herrschen. Die Kommission hat damit einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der europäischen Edelstahl- industrie geleistet. Zudem läuft seit September auch gegen kaltgewalzten Edelstahl aus Indi- en und Indonesien eine Antidumpinguntersuchung“, sagt der Vorsitzende der CDA Krefeld, Thilo Forkel.
Die stellventretende Vorsitzende Carola Ponzelar fährt fort: „Es ist eine Frechheit seitens Outokumpu, jetzt aus der betrieblichen Mitbestimmung auszusteigen. Nur weil eine Branche mit der aktuellen Lage der Weltwirtschaft zu kämpfen hat, darf nicht das Erfolgsmodell der betrieblichen Mitbestimmung infrage gestellt werden. Auch und gerade durch betriebliche Mitbestimmung können schwere Zeiten gemeistert werden. Dabei spielt auch die Gewerk- schaft eine große Rolle. Deswegen muss die Mitbestimmung nicht nur erhalten bleiben, son- dern die Tarifpartner sollten einen Zukunftstarifvertrag aushandeln, der klar definiert, wie der Standort Krefeld sicher in die Zukunft kommt“.
Thilo Forkel ergänzt: „Jeder Mitarbeiter von Outokumpu gibt jeden Tag sein Bestes fürs Un- ternehmen. Die Ankündigung, die Tariferhöhung und das Weihnachtsgeld 2021 nicht zu be- zahlen, ist eine Ohrfeige an die Angestellten. Natürlich leben wir in wirtschaftlich brisanten Zeiten, die Zeche darf aber am Ende nicht alleine der Arbeitnehmer bezahlen. So behandelt man nicht sein wertvollstes Kapital“.
Der Schriftführer der CDA Krefeld und Landesvorstandsmitglied der Jungen CDA, Marc van Oirschot, kritisiert scharf die Pläne, Auszubildende, die vor der Prüfung stehen, nicht zu übernehmen. So sagt er: „Wer heute seine ausgebildeten Fachkräfte, die sich bestens im Be- trieb auskennen, nicht übernimmt, darf sich über den Fachkräftemangel von morgen nicht beschweren. Zudem sendet diese Entscheidung auch ein deutliches Signal an die junge Gene- ration, die sich in den nächsten Jahren nach einem Ausbildungsplatz umschaut. Oft stehen den besten Nachwuchskräften mehrere Türen offen. Warum sollten diese sich dann für ein Unternehmen entscheiden, welches bekannt dafür ist, Auszubildende nicht zu übernehmen? Jede kurzfristig gedachte Entscheidung hat eben seine Nebenwirkungen“.

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