Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft Krefeld ruft dazu auf, sich an Aktionen zum Tag der Arbeit zu beteiligen. „Arbeit ohne Mitbestimmung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer funktioniert nicht. Das steht im Focus aller Aktionen am 1. Mai“, sagt Thilo Forkel, Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft im Kreisverband Krefeld.

„‘Du kannst etwas bewegen‘. Das ist das Motto unserer diesjährigen 1.-Mai-Aktion. Wir wollen Menschen motivieren, in Gewerkschaften Mitglied zu werden und sich in einem Betriebsrat zu engagieren oder, falls nicht vorhanden, diesen zu gründen. Viele Menschen finden, dass 24 Urlaubstage zu wenig sind, der Mindestlohn nicht ausreicht oder unbezahlte Überstunden ein Unding sind. Wir rufen sie auf: Werdet aktiv! Durch Tarifverträge gibt es meist 30 Urlaubstage und im Durchschnitt einen Lohn von knapp 20 Euro die Stunde.

Leider gilt in Nordrhein-Westfalen nur noch in 57 % der Betriebe ein Tarifvertrag, bundesweit sogar nur in 52 % der Betriebe. Zudem sorgen Betriebsräte dafür, dass Überstunden bezahlt werden. Wir sind überzeugt: Der Staat muss sich um Mindeststandards kümmern. Aber richtig gute Arbeitsbedingungen und Löhne werden von den Arbeitnehmern selbst verhandelt. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns in Gewerkschaften und Betriebsräten engagieren. Statt auf den Staat zu warten, lohnt es sich, selbst etwas zu bewegen“, ist der Vorsitzende Thilo Forkel überzeugt.

"Gerade auch die Mütter – und in der Mehrzahl sind es ja faktisch die Frauen –, die Familie und Beruf unter einem Hut bringen, benötigen tarifliche Vereinbarungen", sagt die stellvertretende Vorsitzende der CDA und Vorsitzende der Frauen Union Krefeld, Carola Ponzelar-Reuters. "Zuerst die Kinder fertig machen, Home Schooling organisieren und dann noch arbeiten - das muss fair bezahlt werden."

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