Anstatt einer traditionellen Sommerbereisung stattete der CDA-Kreisverband (CDU-Sozialausschüsse) in Corona-Zeiten mit einer kleinen Gruppe dem Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW) einen Besuch ab.

Dabei waren neben der CDU-Landratskandidatin Anna Bölling auch der Oeynhausener CDU-Bürgermeisterkandidat Lars Bökenkröger. Fachlich begleitet wurden die Christlich-Sozialen vom Präsidenten der Ärztekammer Nordrhein MdB Rudolf Henke aus Aachen. Das Team wurde von HDZ-Geschäftsführerin Dr. Karin Overlack zu einem zweistündigen Informationsgespräch empfangen.

Frau Dr. Overlack stellte anfangs fest, dass sich das Bad Oeynhausener HDZ NRW in öffentlicher Teilträgerschaft des Landes NRW befindet. „Das heißt, wir müssen keine Gewinne maximieren, sondern können die Qualität in den Vordergrund stellen, sollten aber auch unter Corona-Bedingungen eine schwarze Null schreiben“, so Overlack. „Unser Haus steht für interdisziplinäre Medizin. Bei uns wird der Patient von Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen behandelt, um die für ihn individuell beste Therapie festzulegen. Wir garantieren im HDZ höchste medizinische und wissenschaftliche Ansprüche.“
Im weiteren Verlauf des Treffens wurde auch der geplante Klinikneubau in Bad Oeynhausen und die Vernetzung mit dem HDZ NRW thematisiert. Dabei stellte Overlack heraus, dass neben der Möglichkeit, rund um die Uhr Gefäßchirurgie anbieten zu können, auch die Entbindungsstation im Krankenhaus Bad Oeynhausen beheimatet bleiben muss. „Nur wenn herzkranke Säuglinge hier vor Ort geboren werden, können wir die größtmögliche Sicherheit bieten. Transporte von schwerst herzkranken Neugeborenen bergen dabei eine Gefahr. Wir können unser Kinderherzzentrum nur in Kombination mit einer Entbindungsstation im Krankenhaus Bad Oeynhausen aufrechterhalten“, so Overlack.
Auch der Fachkräftemangel wurde angesprochen. „Für uns wäre es eine große Hilfe, wenn Zeitarbeit auch in der Medizin abgeschafft würde. Zwei unterschiedliche Arbeitsbedingungen tun einem System nicht gut,“ bekam MdB Rudolf Henke von Karin Overlack mit auf den Weg nach Berlin. Ein weiteres Ziel ist es, 100 Ausbildungsplätze pro Jahr im pflegerischen Bereich durch das HDZ NRW in Kooperation mit den Pflegeschulen in Herford/Bünde und Minden zur Verfügung zu stellen, um auch langfristig den hohen Standard zu gewährleisten.
Anna Bölling sprach auch die Digitalisierung in der Medizin an. Hier sei man auf einem sehr hohen technischen Stand, sowohl stationär wie ambulant. Das technische Personal im HDZ NRW versucht dauerhaft, Veränderungen auf ihre Qualität zu prüfen und gegebenenfalls zeitnah anzuwenden, erfuhren die Politiker.

Karin Overlack bestätigte der Gruppe, dass die Standortfaktoren Bad Oeynhausens sowohl logistisch, wirtschaftlich als auch freizeitmäßig optimal seien. „Das Einzugsgebiet unserer Klinik umfasst rund 4 Mio. Menschen. Unser Personal findet anspruchsvolle und sichere Arbeitsplätze im HDZ vor, die Wirtschaft in OWL expandiert und der Wohnstandort ist landschaftlich reizvoll,“ resümierte Karin Overlack. „Wir wollen unseren Gesundheitsstandort weiter stärken und unterstützen deshalb die Anliegen des HDZ,“ stellte Anna Bölling abschließend fest.


v. l.: Dietrich Spreen-Ledebur, Günter Obermeier (CDA MI-LK), Lars Bökenkröger (Bürgermeisterkandidat), Karin Overlack (HDZ), Anna Bölling (Landratskandidatin), MdB Rudolf Henke und Kurt Nagel (CDU Bad Oeynhausen)

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