Maßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Schäden des Coronavirus dürfen nicht zu Lasten von Arbeitnehmerrechten gehen. Das fordert die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) Sachsen-Anhalt in einer aktuellen Pressemitteilung. Die CDU-Sozialpolitiker wehren sich damit gegen Forderungen, die unter anderem den Mindestlohn und Arbeitszeitregelungen angreifen.

„Ich finde es unredlich, wenn Menschen jetzt versuchen, die aktuelle Situation auszunutzen, um ihre neoliberalen Ideen aus den 90ern aufzuwärmen“ betont der CDA-Landesvorsitzende Wigbert Schwenke. Es seien gerade die Menschen, die in der Coronakrise unser Land auf dem Laufenden gehalten hätten, die am meisten unter Einschränkungen des Mindestlohns oder einem Aufbrechen von Arbeitszeitregeln leiden würden. „Ich kann doch nicht der Krankenschwester oder der Verkäuferin im Supermarkt sagen, danke, dass ihr euch für uns aufgeopfert habt, jetzt sanieren wir mal auf eurem Rücken unsere Wirtschaft“, meint Schwenke.

Sein Stellvertreter Dr. Matthias Ulmer möchte den Mindestlohn sogar noch deutlich erhöhen: „Wir sprechen uns als CDA auf Bundesebene für eine Lohnuntergrenze von 12,50 € aus. Das wäre jetzt auch das Beste, um den Konsum wieder anzukurbeln“. Viele Studien zeigten, dass motivierte Mitarbeiter und gutes Betriebsklima die wichtigsten Säulen für wirtschaftlichen Erfolg seien. Dies gelte besonders auch für die Zeit nach der Krise. Daher sei es jetzt entscheidend, Arbeitnehmern mehr Sicherheit zu geben und nicht, ihre durch Kurzarbeit und Quarantäne ohnehin schon großen Sorgen noch zu verstärken.

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